(geboren am 10. Mai 1760, gestorben am 22. September 1826)
Der Dichter, evangelische Theologe und Schulmann Johann Peter Hebel
wurde in Basel geboren, besuchte die Dorfschule in Hausen, die Lateinschule in
Schopfheim und die Gymnasien auf dem Münsterplatz in Basel und in
Karlsruhe.
Zwischen 1778 und 1780 studierte Hebel an der Universität
Erlangen evangelische Theologie. 1783 bis 1791 absolvierte er das
Präzeptoratsvikariat am Pädagogium in Lörrach und wurde
anschließend als Subdiakonus an das Karlsruher Gymnasium berufen.
1792 wurde er Hofdiakonus, 1798 Professor für Dogmatik und Hebräisch am
Karlsruher Gymnasium, dessen Direktor er 1808 wurde. Hebel gab seine
Lehrtätigkeit auch nach der Berufung in die evangelische Ministerialsektion
1814 nicht vollständig auf. 1819 wurde er zum Prälaten ernannt und
zugleich Mitglied der 1. Kammer des Badischen Landtags und der kirchlichen
Generalsynode. Der bis ins Alter Vielbeschäftigte starb auf einer
Dienstreise.
Seinen dichterischen Ruhm begründete Hebel mit den in den Jahren
1799-1802 in Karlsruhe entstandenen
"Alemannischen Gedichten", die er 1803
anonym veröffentlichte und mit denen er dem alemannischen Dialekt zu
literarischem Ruhm verhalf. Es folgten "Der rheinländische Hausfreund"
(1808-1811) und das
"Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes" (1811).
[1]
aus:
Johann Peter Hebel : eine Wiederbegegnung zu seinem 225. Geburtstag ;
eine Ausstellung der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe und des Museums am Burghof in Lörrach ;
Ausstellungskatalog / hrsg. von d. Bad. Landesbibliothek Karlsruhe. - Karlsruhe : Müller, 1985. -
269 S. : Ill.; (dt.)
ISBN 3-7880-9709-4